Gründung und Geschichte des Heimatmuseums

17. Mai 1916

Gründung des Museums durch den Oberlehrer Dr.Georg Pilk, den damaligen Pfarrer Michaelis und den langjährig in Neukirch tätigen praktischen Arzt Dr. Hellner.  Als Name wurde" Heimatmuseum der Parochie Neukirch am Hohwald" gewählt. Zur Ausstellung standen zwei Räume der alten Kirchschule zur Verfügung.

1919

Große Teile der Bevölkerung  beteiligten sich rege an der Sammlung  von Altertümern. Die Gutsherrschaft stellte viele wertvolle Exponate leihweise zur Verfügung und gestattete Dr. Pilk die Nutzung ihrer umfangreichen Bibliothek. Nun konnte das Museum unter seiner Leitung endlich den Besuchern seine Pforten öffnen.

04. April 1920

Nach kurzer Zeit wurde das Museum zum zweiten Mal, nun unter Leitung des arrangierten Lehrers Erhard Nierich , in einem leerstehenden Raum der Lessingschule eröffnet. Dieser Raum wurde aber nach wenigen Jahren  auf Grund des wachsenden Schulraumbedarfes wieder gekündigt. Alle Gegenstände mussten auf dem Schulboden untergebracht werden.

1926

Erbin des verstorbenen Rittergutsbesitzers verlangte alle aus dem Schloss geliehenen Exponate zurück.
27. August 1935 Nach der Bereitstellung von zwei Räumen im Gemeindeamt durch Bürgermeister Seidel konnte das Museum erneut geöffnet werden. Leider war auch hier die Unterbringung nur von kurzer Dauer, die Räumlichkeiten wurden für Verwaltungszwecke benötigt.

1938

Das Ende der Odyssee wurde durch die  Unterbringung des Museums  im Westflügel der Lessingschule in einer freigewordene Lehrerwohnung erreicht.       

Ende 1945

Umgestaltung nach neuesten Gesichtspunkten
21. Juli 1946 Mit Besichtigung des sowjetischen Kommissars, Oberleutnant Kyrilenko wurde das Museum wieder der Öffentlichkeit übergeben.
1960 Erhard Nierich  legt sein Amt als Museumsleiter nieder.  Bis zum heutigen Tag wurde die Leitung des Museums durch die arrangierte ehrenamtliche Arbeit einiger Neukircher Einwohner  gewährleistet. Nur durch  ihre Einsatzbereitschaft und die Unterstützung der Gemeindeverwaltung  konnte das Museum erhalten werden und der Öffentlichkeit zugängig bleiben. Endtäuschend ist die Interessenlosigkeit der meisten Gemeinderatsmitglieder.
1979-1981 Umbau und Renovierung
03.10.1986 Zum 70jährigen Bestehens, Eröffnung des Töpferzimmers
Frühjahr 1998 Renovierung und teilweise Neugestaltung, 1/4jährlich wechselnde Sonderausstellungen
09.01.2002 Das Museum ist nun auch im Internet mit einer eigenen Seite vertreten.
Frühjahr 2002 Renovierung und Neugestaltung des Treppenhauses. Das Museum muss während dieser Zeit geschlossen bleiben
Juni 2002 Wiedereröffnung des Museums mit der Ausstellung zu 135 Jahren Eisenbahnstrecke Bautzen - Neukirch - Schandau
Februar 2003 Abschluss der Verlegung von neuem Fußbodenbelag im Museum
Herbst 2010 Nach 90 Jahren schließt das Museum seine Ausstellungsräume und Archiv in der Lessingschule und zieht aus. Am 19.09.2010 war der letzte Möglichkeit, die Ausstellung in den alten Räumen zu besichtigen.

Ute Kirsten, 2000, Marcel Richter akt. 2010