Die Töpferei Kannegießer

- 1824: Johann Gottfried Lehmann kauft am Fuße der Bergtöpferei ein Diensthaus des Baron von Huldenberg, und richtet dort die zweite Töpferei Neukirchs ein. In der Anfangszeit werden vor allem Gebrauchsgefäße mit Lehmglasur hergestellt.

- 1838 Durch Errichtung eines Anbaus erfährt die Töpferei ihre erste Erweiterung.

1891 tritt Ernst Emil Kannegießer als Lehrling in die Werkstatt von Johann Carl Gottlob Lehmann ein, wird 1894 Geselle und arbeitet ab 1900 in der Bergtöpferei von Max Prietsch in Niederneukirch.

1910 erwirbt Ernst Emil Kannegießer die Töpferei, in welcher er fast 20 Jahre zuvor seine Lehre begonnen hatte.

1933 nach dem frühen Tod von Ernst Emil Kannengießer führt seine Witwe Ida Auguste Kannegießer bis 1947 die Töpferei weiter. Ihr zur Seite steht ihr Sohn Willi Gerhard.

1941 führt die Kannegießer Werkstatt den ersten elektrischen Kippmotor für den Antrieb einer Töpferscheibe ein. Diese Antriebstechnik setzte sich daraufhin bald in vielen Töpfereien der Oberlausitz durch.

1946 Da der Bedarf nach Blumentöpfen, Untersetzern und Schalen nach dem 2. Weltkrieg stark anstieg, wurde eine mechanische Blumentopfpresse angeschafft.

1947 übernimmt Willi Gerhard Kannegießer die Töpferwerkstatt.

1964 wird ein neues Werkstattzeichen eingeführt. Die Buchstaben "GKN" in einem Krug ersetzen die bis dahin üblichen "EK1824" bzw. "EK".

1973 übergibt Willi Gerhard Kannegießer die Werkstatt an seinen Sohn Ernst Gerhard.

1975 wird die elektrische Brenntechnik eingeführt. Zwei Jahre später erfolgt der Abriss der Kastenöfen.

1978 und 1986 erfolgten umfangreiche Baumaßnahmen, durch welche sich die Arbeitsbedingungen weiter verbesserten.

1990 wurde die Werkstatt vor völlig neue Aufgaben gestellt. Es galt, sich auf dem neuen gesamtdeutschen Markt zu behaupten. Dies gelang mit Fleiß und Ausdauer, so dass die Waren bald wieder gefragt waren.

1995 durch Zukauf einer benachbarten Immobilie konnte die Produktion nochmals ausgebaut werden.

 

Quelle: Broschüre "Kannegießer Keramik - Über 175 Jahre Pflege traditionsreicher Töpferkunst in der heutigen Töpferei Kannegießer in Neukirch/Oberlausitz",

Kontakt: gkn@kannegiesser-keramik.de

Marcel Richter, August 2003